Mittwoch, 6. April 2011

Quotenregelung - keine anderen Sorgen?

"Ich habe einige Jahre in leitender Stelle im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gearbeitet - die dortige Regulierungswut war abschreckend genug. Das von den beiden CDU-Damen (van der Leyen, Schröder) nun seit geraumer Zeit veranstaltete Tamtam um eine "Zielquote" für Frauen in Führungspositionen der deutschen Unternehmen finde ich deshalb unerträglich. Es hätte mich übrigens überhaupt nicht gewundert, wenn man versucht hätte, so etwas in einer anderen, vermeintlich "progressiveren" Parteienkonstellation in dieser radikalen Weise durchzupauken. Dass nun gerade Repräsentantinnen des bürgerlichen Lagers unseren Firmen einen solchen Mühlstein um den Hals hängen wollen, macht mich fassungslos."


Aus: Quote mit Tamtam, von Hildegard Stausberg

Dienstag, 5. April 2011

European Parliament Seminar on Intolerance and Discrimination against Christians in Europe Organized by European People's Party

Dieses Seminar war sehr interessant - für das Europäische Parlament mal ganz was anderes! Bericht auf der Webseite des Observatory on Intolerance against Christians in Europe....

(16.03.2011) European Parliament seminar held on March 16th in Brussels concludes: Intolerance and discrimination against Christians exists also in the EU.

"There is much talk of discrimination against Christians in the world and very little or almost anything on manifestations of intolerance and discrimination against Christians in the European Union, where intolerance and discrimination happens in different member states", said today Mario Mauro MEP, about the seminar organized by the EPP Group at the European Parliament on intolerance and discrimination against Christians in Europe. "What however, is important to underline is - and this seminar has precisely this objective - that anti-Christian intolerance takes place in different forms in the European Union and, therefore, requires a multi-pronged approach. In this sense, I believe that NGOs and representatives of churches and religious communities can play a key role in monitoring and collecting data on cases of intolerance and discrimination against Christians, also offering assistance to victims", said Mario Mauro.

Speakers of the seminar were: Jan Olbrycht MEP, Poland (EPP); Joseph Weiler, New York University (A Bird’s Eyes View on Intolerance and Discrimination against Christians in Europe); Gudrun Kugler, Austria, Director of Observatory on Intolerance and Discrimination against Christians (Presentation of Five-Year Report on Intolerance and Discrimination against Christians); Massimo Introvigne, Italy, OSCE–Representative on Intolerance against Christians (Understanding and Dealing with Intolerance against Christians); Prof. Dr. Lourdes Ruano Espina, Spain - on the situation of Christians in Spain; Richard Kornicki, United Kingdom on the situation of Christians in the UK; Rev. Dr. Ferenc Janka, Hungary on the situation in Central and Eastern Europe; Miroslav Mikolášik, Slovakia (EPP); Konrad Szymanski MEP, Poland (ECR); Patrizia Toia MEP, Italy (S&D).

Detailed description of the event in German...

Sonntag, 3. April 2011

Auswege aus der Sackgasse - Ein GPS für Christen in der öffentlichen Debatte

Gudrun Kugler mit Joseph Weiler und Tobias Teuscher bei der Buchübergabe...

In this Book:

Describing Intolerance and Discrimination Against Christians - What’s Wrong With the West? – Understanding Rights Talk – Dealing with Political Correctness – Comprehending Freedom and Tolerance – Responding to Anti-Discrimination Policy – Confronting Radical Secularism – Holding Universal Truths in a Pluralistic Society – Working with Media – Protecting Freedom of Speech – Ways Out of the Ghetto – and more...

Contributing Authors

  • Jane Adolphe
  • Hilarion Alfeev
  • F. J. Borrego Borrego
  • Rocco Buttiglione
  • Charles Chaput
  • Kizito Chinedu Nweke
  • Jakob Cornides
  • Flavio Felice
  • Ombretta Fumagalli-Carulli
  • Robert George
  • Francesc Grané
  • Gudrun Kugler
  • Mario Mauro
  • Marguerite Peeters
  • Michael Prüller
  • David Quinn
  • Austin Ruse
  • William Saunders
  • Christoph Schönborn
  • Jean-Pierre Schouppe
  • Piero Tozzi
  • Mats Tunehag
  • Luca Volonté
  • Joseph Weiler
Weitere Infos & Bestellung:

Samstag, 2. April 2011

Zum richtigen Verständnis von Freiheit und Toleranz

Ein ganz wichtiger Text, der gerade von www.europe4christ.net verschickt wurde!


„Zum richtigen Verständnis von Freiheit und Toleranz“ von Rocco Buttiglione [Zusammenfassung]

Das Phänomen der menschlichen Freiheit kann, ähnlich wie die Freiheit der Tiere, angesehen werden als die Fähigkeit zum naturgemäßen Handeln. Aber im Gegensatz zu allen anderen Geschöpfen unterliegt der Mensch den Gesetzmäßigkeiten des Gewissens, und er kann einzig dann frei sein, wenn er der inneren Stimme seines moralischen Gewissens folgt, welches von Sokrates zum ersten Mal in der Geschichte als Wertewelt beschrieben worden ist.

Gemäß den Ausführungen Rocco Buttigliones, wird die Wertewelt von der Suche nach Wahrheit angetrieben. Frei zu sein, bedeutet für den Menschen, fähig zu sein, vernunftgemäß zu handeln. Menschliche Freiheit wird in Opposition zu zwei verschiedenen Arten von Zwängen definiert: dem äußeren Zwang und dem inneren Zwang menschlicher Triebe. Wir wurden als freie Menschen geboren, werden aber auch frei durch unsere Suche nach Wahrheit und im Zügeln unserer Leidenschaften.

Wenn wir die Komplexität menschlicher Freiheit in Augenschein nehmen, können wir von zwei Typen menschlicher Freiheit sprechen: einerunvollkommeneren Freiheit (die „Freiheit des Fleisches“ und die Freiheit, all das zu tun, was man will) und einer vollkommeneren Freiheit (die „christliche Freiheit“, das Gute zu tun). Und dann gibt es da noch das Paradox menschlicher Freiheit: „Auf der einen Seite setzt Freiheit die Abwesenheit äußeren Zwangs voraus. Auf der anderen Seite verlangt sie nach der Fähigkeit, seine eigenen Handlungen der objektiven Wahrheit gemäß ausführen zu können. (…) Ohne objektive Wahrheit, jedoch, kann der Mensch nicht frei sein.“

Angesichts der heutigen Entwertung aller Werte scheint die Freiheit gänzlich auf die unvollkommenere Freiheit reduziert zu sein. Rocco Buttiglione erklärt: „Wenn wir die Erkenntnis der wahren Bedeutung von Freiheit einbüßen, dann büßen wir damit im gleichen Zug auch das ´anthropologische Merkmal´ ein, das Element, das den Unterschied zwischen dem Menschen und allen anderen Lebewesen ausmacht, die vollkommenere Freiheit, deren Fundament in der Suche nach Wahrheit und im Eintreten für Wahrheit basiert.“

Letztendlich ist die Idee der Freiheit direkt an die Idee der Toleranz geknüpft. Das Wesen der Freiheit ist „die Freiheit, die Wahrheit zu sagen“, und das Wesen der Toleranz besteht darin, dass „wir die Freiheit des Anderen tolerieren, die Wahrheit zu sagen, oder zumindest das, was seinem oder ihrem Gewissen nach als wahr erachtet wird.“ Wenn es aber keine objektive Wahrheit mehr gibt, nimmt Gewalt die Stelle der Wahrheit ein und jene, die mächtiger sind, werden dann auch einen höheren Anteil an Wahrheit für sich beanspruchen.“

Lesen Sie hier den vollständigen Text von Rocco Buttiglione auf Englisch.

„Zum richtigen Verständnis von Freiheit und Toleranz“ ist ein Beitrag innerhalb der Publikation „Exiting a Dead End Road. A GPS for Christians in Public Discourse“ (2011, Kairos Publications, herausgegeben von Gudrun and Martin Kugler). Sie können das vollständige Buch als eBook oder im Hardcover-Format erwerben. – zur Beschreibung und den Verkaufsbedingungen klicken Sie bitte hier.

Freitag, 1. April 2011

Sigi Nagl über die ÖVP: zu wenig Samurais, zu viele Söldner

Der Grazer Bürgermeister Sigi Nagl im Interview über den Zustand der ÖVP - find ich lesenswert.

Hier ein Auszug und auf der Webseite der Presse das Gesamtwerk!

Es fällt aber auf, dass vor allem die Welt der ÖVP von personellen Schwierigkeiten betroffen ist.

Vielleicht sollte die Partei über ihr Nominierungssystem nachdenken. Das Volk hat ein recht deutliches Gespür dafür, wem es vertrauen kann. In unseren Parlamenten sitzt schon lange nicht mehr ein repräsentativer Querschnitt der Bevölkerung. Wir müssen weg vom Bild des reinen Berufspolitikers. Derzeit gibt es zu wenig Samurais, deren Antrieb bestimmte gesellschaftliche Werte sind, und zu viele Söldner, die oft weit weg von Herz und Hausverstand agieren.

Warum gelingt es der ÖVP nicht, in der Koalition die Themenführerschaft an sich zu reißen?

Mit Themenführerschaft fällt die Politik derzeit insgesamt wenig auf.

Das kann für die ÖVP kein Trost sein.

Es läuft immer nach demselben Muster: Die SPÖ liefert ein Schlagwort, und es ist nichts dahinter. Die ÖVP macht dann den Fehler, sich reflexartig mit einem Kümmerinstinkt in eine Diskussion zu stürzen. Die SPÖ liefert den Humbug, und wir machen die Arbeit. Dass wir aber beispielsweise in der Bundesheer-Debatte keinen Alternativvorschlag bereitliegen hatten, hat mich schon überrascht.


Dienstag, 15. Juli 2008

Flipsyde - trauriges, beindruckendes Lied und Video

Wer dieses Video von Flipsyde noch nicht kennt: Sehr traurig und gleichzeitig beeindruckend... den Text mitlesen!
http://www.youtube.com/watch?v=-qj3nWy7HMs

Mittwoch, 2. Juli 2008

Empfehlenswertes Buch: Essay zur neokonsumistischen Geisteshaltung

"Moderne Individualität ist mentale Konformität plus dekorative Diversität."

Zitat aus Roman Werner, Rezension...: "Moderne Individualität ist mentale Konformität plus dekorative Diversität" (S.183). Die Pluralität z.B. von Kleidungsstil und Habitus der Menschen dürfe nicht als Ausdruck von Individualität missverstanden werden, sondern es zeigt - im Gegenteil - den herrschenden mentalen Konformismus: wenn alle versuchen, sich von den anderen abzuheben, sind sie nach außen hin vielleicht sehr unterschiedlich ("dekorative Diversität"), aber innermental getrieben durch eben dasselbe Streben nach dieser Individualität bzw. Anderssein (mentaler Konformismus).

Manfred Prisching: Die zweidimensionale Gesellschaft. Ein Essay zur neokonsumistischen Geisteshaltung. VS Verlag für Sozialwissenschaften (Wiesbaden) 2006. 316 Seiten. ISBN 978-3-531-14894-6. 29,90 EUR.

Zur gesamten Rezension von Roman Werner: http://www.socialnet.de/rezensionen/5183.php