Freitag, 7. März 2008

Kind als Schaden - Rechtsprechung. Tut mir in der Seele weh.

Der OGH behandelt das Leben eines Kindes als Schaden. Weil es nicht der Norm entspricht.
Das tut mir in der Seele weh. Als Mensch. Und als Mutter.

Danke, Michael Prüller, für diese Gedanken:

Menschen ohne Wert, Land ohne Zukunft
MICHAEL PRÜLLER (Die Presse, 7.3.08)
http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/368006/index.do

Als Gesellschaft kann man sich nicht weniger leisten als das prinzipielle Werturteil zugunsten jedes, auch des behinderten Menschen. Es ist die einzige Haltung, mit der eine Zivilisation lebenswert bleibt.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.03.2008)

Mittwoch, 20. Februar 2008

Faszinierender TV Spot

Ich finde den "Du bist Deutschland" - TV Spot über Kinder super gelungen, den Nagel auf den Kopf treffend! Könnten wir im Fernsehen auch gut brauchen... aber mit einem österreichischeren Namen!

http://www4.dubistdeutschland.de/dbd/servlet/page/Kampagne/home?view=media

Wenn der link nicht funktioniert: www.dubistdeutschland.de - Kampagne - Spot!

Freitag, 25. Jänner 2008

Beliebtheit ist ein fraglich Ding

Viele wären gerne so beliebt wie eine embryonale Stammzelle. Dazu müssen wir alle aber mehr Resultate als diese hervorbringen.
Die arme Forschungsfreiheit wird von Ideologen an ihren Haaren herbeigezogen und dann noch überstrapaziert: Die Menschwürde bleibt ihr dennoch weit überlegen.
Es wäre aber sehr wünschenswert, wenn dies auch in Gesetze gegossen würde bzw. bliebe.

Zur Diskussion, die nun auch in Österreich beginnt, siehe www.deinestammzellenheilen.de

Freitag, 11. Jänner 2008

Christ(ian)ophobie in Europa

Ob man das Phänomen nun Christophobie oder Christianophobie nennt:
Man sollte ein Auge drauf haben.

Mehr dazu auf: www.christianophobia.eu
Sehr interessant auch die Sammlung von Fällen unter:
http://www.christianophobia.eu/index.php?id=240

Unerträglich

Seit ich politisch denken kann, „empört“ sich die SPÖ jedes Mal darüber, wenn sich jemand für einen besseren Schutz des ungeborenen Lebens einsetzt. Oder findet es „unerträglich“ (http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/352035/index.do). In all diesen Jahren habe ich allerdings von denselben Leuten noch nie auch nur ein einziges Wort der Empörung gehört, dass sich jedes Jahr viele tausend Frauen unter dem Druck ihrer Umgebung gegen ihr Kind entscheiden und es später bereuen. Was für eine Sozialpolitik muss das sein, für die die Abtreibung eine „Maßnahme“ ist, deren Resultat man 30 Jahre lang nicht evaluieren oder auch nur ansprechen darf? Das ist für mich unerträglich!

Donnerstag, 10. Jänner 2008

Zum Nachdenken...

Kalkuliertes Spiel mit Tabuthemen
MARTINA SALOMON (Die Presse)

http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/354139/index.do

Dass die ÖVP derzeit lieber über Abtreibung statt über Homo-Ehe redet, ist kein Zufall.
In knapp zwei Monaten ist niederösterreichische Landtagswahl. Weil die ÖVP Sorge hat, Stimmen am rechten Rand – vor allem an die FPÖ, aber auch ein paar an die neue Kleinpartei der „Christen“ – zu verlieren, setzt sie bewusst konservative Signale. Eines davon ist die Abtreibungsdebatte. Einen Ausbau der Beratung fordert jetzt VP-Justizsprecher Donnerbauer. Nun ist das zwar durchaus ehrenhaft, doch die ÖVP hätte das schon seit drei Jahrzehnten fordern und auch umsetzen können.
Jetzt aber löst die Debatte kalkulierte Reaktionen aus: Die SPÖ heult auf, weil am Tabuthema Abtreibung gerüttelt wird, und die katholische Kirche applaudiert. „Es bewegt sich etwas“, freut man sich in der Erzdiözese Wien. Gemeinsam mit der „Aktion Leben“ sammeln Katholiken Unterschriften für mehr Unterstützung von Schwangeren in Not. Wie ernst die ÖVP das Thema wirklich nimmt, wird sich aber erst nach dem 9.März zeigen. Anzunehmen ist, dass dann wieder alles beim Alten bleibt. Wobei eine ernsthafte Diskussion darüber, ob nicht viel zu häufig und zu leichtfertig abgetrieben wird, zwar der gängigen political correctness widerspricht, deswegen aber nicht minder aktuell ist. Der Druck auf Frauen, ein Kind doch bitte „wegmachen“ zu lassen, ist nämlich mittlerweile höher, als es zu bekommen.
Genau gegenläufig behandelt die ÖVP die Homo-Ehe: Damit sollen die NÖ-Wahlen keinesfalls gestört werden, aber danach wird es wohl einen gemeinsamen Beschluss mit der SPÖ geben. Das ist leicht, weil „politisch korrekt“.martina.salomon@diepresse.com
("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.01.2008)

Montag, 19. November 2007

Klon-Pionier und "Dolly-Vater" Ian Wilmut distanziert sich von embryonalen Stammzellen und Klonen!

Pressemitteilung
Berlin, 19. November 2007

Wilmuts Abkehr von Klonen und embryonalen Stammzellen ist Signal für
deutsche Stammzelldebatte

Anlässlich der Distanzierung des Klon-Pioniers und "Dolly-Vaters" Ian
Wilmut von embryonalen Stammzellen und Klonen erklärt der
CDU-Bundestags-Abgeordnete und für Bioethik zuständige Berichterstatter
der Arbeitsgruppe Gesundheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hubert
Hüppe, MdB:
Die Chancen einer Lockerung des Stammzellgesetzes sind stark gesunken.
Dass der Klon-Pionier Professor Ian Wilmut sich von Klonen und
embryonalen Stammzellen lossagt und zukünftig mit der ethisch
unproblematischen "Umprogrammierung" von Hautzellen zu pluripotenten
Stammzellen arbeiten wird, ist ein harter Rückschlag für die ethisch
umstrittene embryonale Stammzellforschung.
Dies markiert auch einen Wendepunkt in der gegenwärtigen deutschen
Debatte um die von manchen Forschern gewünschte Ausweitung der Forschung
mit menschlichen embryonalen Stammzellen. Um menschliche embryonale
Stammzellen zu gewinnen, müssen menschliche Embryonen getötet werden.
Hingegen werden mit dem Yamanaka-Verfahren, dem sich Wilmut nun
zugewendet hat, ebenso pluripotente Stammzellen gewonnen – allerdings
ohne Embryonenverbrauch. Nach dem Yamanaka-Verfahren "umprogrammierte"
Hautzellen ermöglichen eine breite Grundlagenforschung, auch mit
patientenspezifischen pluripotenten Zellen.
Wilmut hat sich am Wochenende öffentlich vom sogenannten
"therapeutischen Klonen" menschlicher Embryonen zur Gewinnung
embryonaler Stammzellen losgesagt. Gegenüber der BBC sagte Wilmut, seine
Entscheidung sei nicht ethisch begründet, vielmehr halte er das
Yamanaka-Verfahren aus wissenschaftlichen Gründen für wesentlich
aussichtsreicher. Wilmut, der das Schaf "Dolly" geklont hatte, ist
Inhaber einer britischen Lizenz zum Klonen menschlicher Embryonen, von
der er nun keinen Gebrauch mehr machen will.
Professor Shinya Yamanaka aus Kyoto hatte bereits im August 2006 ein im
Tierversuch erfolgreiches Verfahren publiziert, mit dem quasi-embryonale
Stammzellen direkt aus "umprogrammierten" Hautzellen gewonnen werden
(induced pluripotent stem cells – "iPS" cells). Anfang Juni 2007 wurde
das Verfahren von Yamanaka sowie zwei unabhängigen amerikanischen Gruppen
im Tierversuch bestätigt und verbessert. Britischen
Presseberichten zufolge ist nun auch beim Menschen die Gewinnung
pluripotenter Stammzellen aus Hautzellen – ohne Embryonenverbrauch -
gelungen, und mit entsprechenden hochrangigen Publikationen ist in diesen
Tagen zu rechnen. Es ist zu erwarten, dass auch diesmal wieder
amerikanische Forscher unabhängig von Yamanaka diesen Nachweis
publizieren.
Wer jetzt noch zugunsten einer Ausweitung der Forschung mit den
umstrittenen menschlichen embryonalen Stammzellen argumentiert, wird
spätestens dann auf verlorenem Posten stehen, wenn wissenschaftliche
Publikationen vorliegen, die nachweisen, dass menschliche pluripotente
Stammzellen nach dem Yamanaka-Verfahren ohne Embryonenverbrauch ethisch
unbedenklich gewonnen werden können.
Jegliche weitere Debatte über eine vermeitlich notwendige
"Liberalisierung" des deutschen Stammzellgesetzes wäre eine
Scheindiskussion, wenn zum pluripotenten Zustand reprogrammierte
menschliche Hautzellen die Rolle menschlicher embryonaler Stammzellen in
der Grundlagenforschung ersetzen können.
Bereits in der Bundestags-Anhörung zur Stammzellforschung im Mai war
Kritik aufgekommen, dass die DFG - sogar in ihrer im März 2007
überarbeiteten Stellungnahme - die bereits im August 2006 publizierte
Möglichkeit der Gewinnung pluripotenter "iPS"-Zellen nicht einmal erwähnt
hatte.
Die DFG ist aufgefordert, zügig eine aktuelle Stellungnahme zur
Stammzellforschung vorzulegen, die die wissenschaftlichen Erkenntnissse
der letzten 15 Monate aufgreift.
Es erscheint immer unwahrscheinlicher, dass sich jetzt noch eine
parlamentarische Mehrheit für eine Ausweitung der ethisch
problematischen Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen
finden könnte.